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Wie auch immer, jetzt waren wir seit langem mal wieder im Untergeschoss essen, einem angesagten Versammlungsort für die Generation R, die dort bei einem oder mehreren Viertele den Vormittag ausklingen lässt. Essen kann man dort auch, zum Beispiel Fisch. Das merkt man, sobald man sich dem Restaurant nähert. Da muss man durch, und wenn man dann ein Weichen gesessen hat, fällt es einem gar nicht mehr so auf. Die Betreiber sollten sich aber mal Gedanken machen, ob man nicht was an der Absaugung machen kann, denn manche Fische riechen beim Braten etwas deutlicher, da kann man nicht viel machen, und trotzdem fällt es unangenehm auf. (Direkt daneben ist schließlich die Weinabteilung, die aber, jedenfalls solange wir da waren, nur sehr dünn besucht war. Wer möchte schon Primär-, Sekundär- oder Tertiäraromen mit dem Hausönologen diskutieren, während sich Fisch in der Nase breitmacht..
In die Richtung muss man gucken, wenn man wissen will, wo der Fischgeruch herkommt
Trotz des Duftschocks hatte ich mir dann doch den sog. Gourmet-Fischteller bestellt, bestehend aus fünf verschiedenen, ordentlich dimensionierten und sauber gebratenen, aber bis auf den Lachs alle irgendwie ähnlich schmeckenden Filets, plus einer Riesengarnele.
"Gourmet"-Fischteller. Man beachte den Darm.
Letztere war zwar am Rücken aufgeschnitten, aber den prall gefüllten Darm hatte der Koch dann doch vergessen rauszuholen. Zu dem vielen Fisch gab es ein Tellerchen mit drei verschiedenen Dips, die besser getrennt serviert worden wären, denn sobald man reinlangt, geht es mit der Vermischung schon los. Also insgesamt eher ein Teller für Gourmands als für Gourmets.
Riesengarnelen vom Grill, oder doch aus der Pfanne?
Meine Frau hatte die Riesengarnelen vom Grill. Die kamen zwar aus der Pfanne und nicht vom Grill, waren aber trotzdem gut geraten (wie meine eine auch), und vor allem entdarmt. Es geht also doch, warum musste man dann den Gourmet mit Krabbenkacke konfrontieren?
Zu beidem gab es sehr leckeres und lockeres Brot; wenn man weitere Beilagen möchte, muss man die sich dazukaufen. Uns hatte das Brot gereicht.
Mit 20+ Euro pro Gericht lässt man sich das alles recht üppig bezahlen, vor allem, wenn man bedenkt, mit wie wenig logistischem und handwerklichem Aufwand das Essen auf den Teller kommt. Wir werden dort erst dann wieder zu Gast sein, wenn wir vom Einkaufen so erschöpft sind, dass wir es nicht mehr woandershin schaffen. Wahrscheinlich ist das nicht.